Bis Sonntag, 02. August 2026 - 14:00
Jugendherberge Hannover, Ferdinand-Wilhelm-Fricke- Weg 1
Ziel der Tagung
Baut sich – in der Tradition der „Tulpenkrise“ – im KI-Sektor eine neue ökonomische Blase auf? Verstetigen sich die Krisenzyklen zu einer Dauerkrise ohne Aufschwungsphasen? Wie vermischen sich im Kapitalismus von heute Elemente der zyklischen Krise („...alle zehn Jahre ein großer Krach“- Engels in der „Dialektik der Natur“) und seine „Tendenz zu Stagnation und Fäulnis“ (Lenin, Imperialismus) in seinem imperialistischen Stadium? Gibt es einen Ausweg aus Deindustrialisierung und Niedergang für die arbeitenden Klassen in Deutschland? Welche Perspektive haben Jugendliche von heute angesichts der sich wie Eisschollen auftürmenden Krisenblöcke?
Die MES hat die Aufgabe, Erkenntnisse der Gründer des wissenschaftlichen Sozialismus mit neuen Entwicklungen zu verknüpfen, um darauf Handlungsanleitungen für Marxistinnen und Marxisten von heute zu entwickeln. Weil die Ökonomie im Mittelpunkt dieser Lehren steht, ist das nirgends so wichtig wie bei der Untersuchung der Aktualität der marxistischen Krisentheorie. Dieser Aufgabe stellen wir uns an den drei Tagen in Hannover.
Ablauf:
Freitag, 31. Juli 2026
- bis 17:00 Anreise, Zimmerverteilung
- 18:00 Gemeinsames Abendessen
- 19:00 Bestandsaufnahme Krisenlage
Sammlung im Plenum nach Hauptaspekten objektive Krisenentwicklung und Reaktionen der Lohnabhängigen mit längerem Statement der DKP-Kommission „Betrieb und Gewerkschaft“ zum gegenwärtigen Klassenbewußtsein - 21:00 Bier, Wein, Wasser und Knabberkram im „Backpackers“
Samstag, 1. August 2026
- 8:00 Frühstück
- 9:00 Referat Holger Wendt (Marxistische Blätter) „Zur Aktualität der marxistischen Krisentheorie“
- 10:00 Fragen zum Referat und erste kurze Diskussionen
- 11:00 Referat Dominic Iten (junge welt): Platzt die KI-Blase?
- 11:30 Fragen zum Referat und Diskussion der aktuellen Krisenlage
- 12:30 Mittagessen
- 14:00 Referat zu „Jugend und Krise“ (Joscha Mecke, Köln)
- 14:45 Fragen zum Referat und Diskussionen
- 16:00 Kaffeepause
- 16:30 Referat „Wie kämpfen in der Krise?“ (Benedikt, DKP-Kommission Betrieb und Gewerkschaft) mit Blick auf kommende Tarifrunde Metall/Elektro
- 17:30 Fragen zum Referat
- 18:00 Abendessen
- 19:00 Erste Diskussion des Referats (bis maximal 21:00 Uhr)
- 21:00 Gemeinsames Kopf-Durchlüften durch Spaziergang an der Leine
Sonntag, 2. August 2026
- 9:00 Frühstück
- 10:00 Fortsetzung der Referatsdiskussion vom Vorabend / Sammlung der wesentlichen Diskussionsergebnisse / Auftragsbitten an MES, Mbl, SDAJ und DKP
- 12:30 Mittagessen und Abreise
- Abreise nach dem gemeinsamen Mittagessen
Basistexte
Folgende Basistexte sollten möglichst vor den Studientagen gelesen werden:
- Friedrich Engels, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, Abschnitt III (MEW 19, S. 210 – 228)
- Wladimir Iljitsch Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Kapitel VIII. (Parasitismus und Fäulnis des Kapitalismus – Lenin, Ausgewählte Werke in sechs Bänden, S. 740 - 749)
- Holger Wendt, Drei Quellen und drei Bestandteile, in: Marxistische Blätter 2/2024, S. 37 – 42
- Charlie Le Paige, Die kapitalistische Polykrise und die Jugend, in: Marxistische Blätter 3/2023, S. 57 - 64
Kosten
Für die Teilnehmer werden 90.- Euro, für Mitglieder der SDAJ sowie auf Antrag auch für Arbeitslose und Geringverdiener 30.- Euro berechnet. Spenden sind willkommen. Alle anderen Kosten übernimmt die MES.
Marx-Engels-Stiftung e.V. · Gathe 55 · 42107 Wuppertal · Tel: +49 202 456504 · mes@marx-engels-stiftung.de