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Von ganz rechts nach ganz links

Donnerstag, 14. Mai 2026, 13:00 - 18:00
Hotel Strauß, Bismarckstr. 31, Hof (Saale)
In memoriam Richard Scheringer (1904 – 1986)
Von ganz rechts nach ganz links -
Wie ändern Menschen ihre Weltanschauung ?

Beiträge von:

  • Dr. Johanna Scheringer-Wright aus Hohengandern (Thüringen);
    die Enkelin von Richard Scheringer arbeitet als Lehrkraft für Landwirtschaft und Englisch. Sie war Abgeordnete im Thüringer Landtag für Die Linke.
  • Werner Zimmer-Winkelmann aus Ranschbach (Rheinland-Pfalz);
    Vorstandsmitglied der Marx-Engels-Stiftung, ist in der marxistischen Gesellschaftsanalyse und der Kritischen Psychologie zu Hause. Er verfügt über 30 Jahre Berufserfahrung als selbstständiger Team-Entwickler und -Trainer.

Am 9. Mai diesen Jahres jährt sich zum vierzigsten Mal der Todestag des legendären Reichswehroffiziers und späteren Landwirts auf dem Dürrnhof in Südbayern. Wir erinnern an Leben und Wirken dieses so streitbaren wie populären Kommunisten, vielfach engagiert und vielfach verfolgt.
Ausgehend davon wollen wir uns Zeit nehmen, diese grundlegende Fragen zu diskutieren:
Wie kam es seinerzeit zu diesem Wandel der Gesinnung? Unter welchen Umständen und aus welchen Motiven ändern Menschen ihre politische Haltung von ganz rechts nach links? Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für heutige Auseinandersetzungen, um dem weiteren Erstarken ultrarechter und neofaschistischer Kräfte entgegenwirken zu können? Wer war Richard Scheringer? Die öffentlich bekannte radikale Kehrtwende des nationalrevolutionären jungen Reichswehroffiziers zur Kommunistischen Partei führte 1931 zum Skandal. Während des Faschismus war Scheringer Teil des Widerstands. Auf seinem Bauernhof in Südbayern unterstützten er und seine Frau Marianne Antifaschisten wie die Geschwister Scholl und deren Familie. Nach 1945 war er zunächst Staatssekretär im bayerischen Landwirtschaftsministerium und Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung Bayerns. Doch bald brachte dem charismatischen Landwirt und Stadtrat in Kösching sein politisches Engagement für die Wiedervereinigung Deutschlands, für die 1956 verbotene KPD und die 1968 gegründete DKP weitere Strafverfolgung ein.

Eintritt frei – Spenden erwünscht.
Bitte möglichst vorher anmelden: eva.petermann@marx-engels-stiftung.de

Eine Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung (Wuppertal) In Kooperation mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA ) Hof-Wunsiedel u. der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Hof

Buchtipps:
Richard Scheringers Autobiografie: Das große Los. Unter Soldaten, Bauern und Rebellen. 1961; 1979
Derselbe: Grüner Baum auf rotem Grund, 1983