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Studientagung „nationale Befreiungsbewegungen“

Vom Freitag, 13. Februar 2026 -  17:30
Bis Sonntag, 15. Februar 2026 - 14:00
Leverkusen Karl-Liebknecht-Schule
Studientagung
Nationale Befreiungs-Bewegungen - ein Beitrag zur Entkolonialisierung der Welt
  • Wie hat sich die im letzten Jahrhundert bestehende Triade revolutionärer Veränderungen der Welt - der Block der sozialistischen Länder, die internationale Arbeiterbewegung im Verein mit den Befreiungsbewegungen verändert?
  • Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 hatte sich der Imperialismus aufgemacht, am „Ende der Geschichte“ seine neokoloniale Welt-Hegemonie durchzusetzen – mit Kriegen, Sanktionen, begleitet von ökonomischem Druck von Institutionen wie Weltbank und Weltwährungsfonds bis zu US-Präsidenten Trumps Zoll-Politik der direkten Repression bis Androhung von militärischem Eingreifen. 
  • Er stützt sich auf Produktivkräfte wie die Telekommunikation, das Internet, die Künstliche Intelligenz und - vor allem das Militär. Wie vor dem ersten Weltkrieg werden Grenzen infrage gestellt, Stellvertreterkriege geführt – soll die Welt neu aufgeteilt werden? 
  • Doch in den letzten Jahrzehnten hat der Imperialismus seinen Zenit überschritten Zweifelsohne hat sich das Kräfteverhältnis des internationalen Fortschritts verschoben. Die ökonomische Kraft, auch die ideologische Ausstrahlung des Imperialismus hat im Weltmaßstab mit dem Erstarken der Dritten Welt, mit der Volksrepublik China im Fokus, beträchtlich abgenommen.
  • Der Block sozialistischer Länder existiert nicht mehr. Mehrere Länder begehen den steinigen Weg zu einem Sozialismus nationaler Prägung. Nationale Befreiungsbewegungen haben sich als Regierungsparteien etabliert. Wie weit hat die neoliberale Offensive des Imperialismus die Befreiungsbewegungen in Staatsmacht domestiziert?  Dennoch suchen Länder des Globalen Südens ihre nationale Souveränität wirtschaftlich zu untermauern gegen neokoloniale Unterdrückung wie die Afrikanische Union in der Agenda 63. Gleichzeitig wächst die Rebellion in den Staaten des Globalen Südens gegen die neokoloniale Ausbeutung ihrer kompradoren-bourgeoisen Regierungs-Eliten.  
  • Diese Studientagung versucht, den Veränderungen im internationalen Kräfteverhältnis nachzugehen. Welche Widersprüche begleiten diese Phase der Entkolonialisierung? Welche Rolle spielen die sozialistischen Länder heute? Wie stark ist die internationale Arbeiterbewegung? Was ist aus den Befreiungsbewegungen geworden? Wie sind aktuelle Volksbewegungen einzuschätzen? 
Zeitplan:

Freitag:

Einstieg: Lenin zur Nationalen Befreiung
18.00 h Matthew Read: Lenin und die Solidarität der DDR mit den Befreiungsbewegungen.
19.00 h Abendessen 
20.00 h Film: „Soundtrack to a Coup d'état" (Frankreich/Belgien/Niederlande 2024) Einführung: Georges Hallermayer 

Samstag:

Nationale Befreiung I: Bewegungen gegen kolonialstaatliche Unterdrückung
09.00 h Julian Lämmrich: Strukturveränderungen in den Befreiungsbewegungen
10.00 h Diskussion
10.30 h Günther Pohl: Lateinamerika 
11.00 h Diskussion
12.00 h Jörg Tiedjen: West-Sahara 
13.00 h Diskussion
14.00 h Mittagessen

Nationale Befreiung II: Staaten im anti-kolonialen Streben nach ökonomischer Souveränität“ (1960 bis heute) 
15.00 h: Valentin Zill: Panafrikanische Integration vs. Nationale Befreiung
16.00 h Georges Hallermayer: Burkina Faso - Senegal
18.00 h Diskussion
19.30 h Abendessen

Sonntag:

Anti-Imperialismus - die Welt im multipolaren Umbruch
09.30 h Klaus Wagener: "Die neokoloniale Herrschaftsstrategie des US- Imperialismus. (Schuldknechtschaft, Militäreinsatz, Counterinsurgency, hybride Kriegführung, Meinungs-und Bewusstseinsproduktion)".
10.30 h Diskussion 
11.30 h Jörg Kronauer: die Rolle soz. Länder ,Belt & Road,  BRICS, SOZ, etc.
12.30 h Diskussion
13.30 h Mittagessen