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Das lange Jahrzehnt der Extreme - Frauen in den Zwanzigern zwischen Aufbruch und Backlash

Samstag, 2. April 2022, 11:00 - 16:00
"Gathedrale" in der Alten Feuerwache, Gathe 6 , Wuppertal

In den Biografien jener Frauen spiegeln sich die Widersprüche dieser Jahre wie in einem Brennglas – in jener Zeit nach dem 1. Weltkrieg, die der marxistische Historiker Eric Hobsbawm „das lange Jahrzehnt der Extreme“ genannt hat. Diese Jahre waren in Deutschland geprägt von reicher Kunst und Kultur, von sprunghafter Entwicklung der Wissenschaften und von revolutionärem Fortschritt, nicht zuletzt inspiriert von der Oktoberrevolution. Andererseits war das Leben vieler Menschen geprägt von existenziellen Sorgen, Gewalt von rechts, mit Fememorden und allgemeiner extremer Unsicherheit. Und mittendrin die „neuen“ Frauen ! Was verbindet sie?
Bei aller Unterschiedlichkeit waren diese Frauen voller Energie und Elan aufgebrochen auf ihrem persönlichen Weg.
Es geht um Frauenrolle und Identität, um Selbstfindung und Selbstverortung, das tägliche Ringen um ein selbstbestimmtes Leben mit pazifistischem und antifaschistischem Engagement im Kampf gegen heftige, mitunter tödliche Widerstände.
Kommt uns da nicht manches bekannt vor – 100 Jahre danach?
Es referieren

  • Dr. Nina Hager (Berlin): Marie Curie, Physikerin, Nobelpreisträgerin (1867 – 1934)
  • Dr. Sabine Kebir (Berlin): Elfriede Brüning , Journalistin, Schriftstellerin (1919 - 2014)
  • Dr. Dirk Krüger (Wuppertal): Ruth Rewald, Kinder- und Jugendbuchautorin (1906 - 1942)
  • Eva Petermann (Hof): Anna Seghers, Schriftstellerin (1900 – 1983)
Gewidmet der russischen Revolutionärin Alexandra Kollontai
anlässlich ihres 150. Geburtstages am 31. März 2022

Das Seminar findet als Präsenzseminar statt. Es gelten gfls. die dann aktuellen Hygiene-Bestimmungen.
Änderungen vorbehalten.
Kostenbeitrag: 10 Euro; emäßigt 5 Euro. Um Anmeldung wird gebeten!

» Hier das Referat von Eva Petermann zu Anna Seghers.