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DESCRIPTION:Anlass für diese Tagung ist der 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus 
 am 8. Mai 1945. Dass die Kommunisten und andere Antifaschisten schon früh Ü
 berlegungen für eine demokratische Ordnung nach der erhofften Niederlage de
 s nazifaschistischen Regimes anstellten, ist historisch Interessierten beka
 nnt. Kaum bekannt aber ist, dass auch Exponenten des deutschen Faschismus, 
 seine Profiteure und ihnen zuarbeitende Wissenschaftler sich schon seit der
  Niederlage von Stalingrad 1943 Gedanken darüber machten, wie sich möglichs
 t viel von der bestehenden sozialökonomischen und politischen Ordnung in di
 e Zeit nach einem verlorenen Krieg würde hinüberretten lassen. Während „ein
 fache Bürger“, die öffentlich am Endsieg zweifelten, mit drakonischen Straf
 en bis hin zum Todesurteil zu rechnen hatten, wurden im faschistischen Staa
 ts- und Parteiapparat fieberhaft entsprechende Überlegungen angestellt.\nDe
 shalb wurden z.B. mögliche führende Köpfe eines künftigen demokratischen, g
 ar sozialistischen Deutschlands gezielt ermordet (diesem Zweck dienten zum 
 Teil auch die berüchtigten Todesmärsche). Deshalb entwickelte z.B. die Grup
 pe um den SS-Mann Ohlendorf (zu deren weiterem Umfeld auch der spätere Wirt
 schaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard gehörte) Pläne für eine deu
 tsche Nachkriegsordnung, die den Interessen des großen Kapitals Rechnung tr
 ägt. Deshalb wurden in den letzten Kriegsmonaten wichtige Institutionen aus
  den Gebieten östlich der Elbe, deren Besetzung durch die Rote Armee bevors
 tand, in den Westen Deutschlands verbracht. Deshalb wurde die Flucht von fü
 hrenden Faschisten über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika vorbereitet – 
 u.a.m.\nDie Erwartung, der von der Antihitlerkoalition geforderten bedingun
 gslosen Kapitulation entgehen zu können, war zwar vergebens; aber kaum stan
 den die ersten US-amerikanischen Truppen auf deutschem Boden, da boten ihne
 n frühere Repräsentanten des Regimes schon ihre Mitarbeit an. Mit Erfolg. D
 enn in den USA wie in Großbritannien dominierte nach dem Sieg über Hitlerde
 utschland das Bemühen, wichtige Vertreter des faschistischen Militärs, der 
 technischen Intelligenz und der Nazi-Geheimdienste für eine künftige Konfro
 ntation mit der UdSSR zu gewinnen.\nEs referieren:\nKurt Baumann (Kassel): 
 "Bereits die Ratio des nächsten Krieges." Die Endzeitverbrechen der deutsch
 en Faschisten kurz vor der Befreiung.Hermann Kopp (Düsseldorf): Nachkriegsp
 lanungen des NS-Imperialismus.Jürgen Lloyd (Krefeld): Das Kontinuum. Was is
 t es, das über den Wechsel der Staatsformen Bestand hat?Die Tageszeitung »j
 unge Welt« hat eine leicht gekürzte Fassung des Referats von Jürgen Lloyd v
 eröffentlicht: Lloyd: Geschlossene Heimatfront (https://www.jungewelt.de/ar
 tikel/388882.deutscher-imperialismus-geschlossene-heimatfront.html). \n Die
 ser Event wurde importiert von: http://mes2.jlloyd.de/veranstaltungen/event
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X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Anlass für diese Tagung ist der 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschism
 us am 8. Mai 1945. Dass die Kommunisten und andere Antifaschisten schon frü
 h Überlegungen für eine demokratische Ordnung nach der erhofften Niederlage
  des nazifaschistischen Regimes anstellten, ist historisch Interessierten b
 ekannt. Kaum bekannt aber ist, dass auch Exponenten des deutschen Faschismu
 s, seine Profiteure und ihnen zuarbeitende Wissenschaftler sich schon seit 
 der Niederlage von Stalingrad 1943 Gedanken darüber machten, wie sich mögli
 chst viel von der bestehenden sozialökonomischen und politischen Ordnung in
  die Zeit nach einem verlorenen Krieg würde hinüberretten lassen. Während „
 einfache Bürger“, die öffentlich am Endsieg zweifelten, mit drakonischen St
 rafen bis hin zum Todesurteil zu rechnen hatten, wurden im faschistischen S
 taats- und Parteiapparat fieberhaft entsprechende Überlegungen angestellt.<
 br />Deshalb wurden z.B. mögliche führende Köpfe eines künftigen demokratis
 chen, gar sozialistischen Deutschlands gezielt ermordet (diesem Zweck dient
 en zum Teil auch die berüchtigten Todesmärsche). Deshalb entwickelte z.B. d
 ie Gruppe um den SS-Mann Ohlendorf (zu deren weiterem Umfeld auch der späte
 re Wirtschaftsminister und Bundeskanzler Ludwig Erhard gehörte) Pläne für e
 ine deutsche Nachkriegsordnung, die den Interessen des großen Kapitals Rech
 nung trägt. Deshalb wurden in den letzten Kriegsmonaten wichtige Institutio
 nen aus den Gebieten östlich der Elbe, deren Besetzung durch die Rote Armee
  bevorstand, in den Westen Deutschlands verbracht. Deshalb wurde die Flucht
  von führenden Faschisten über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika vorbere
 itet – u.a.m.<br />Die Erwartung, der von der Antihitlerkoalition gefordert
 en bedingungslosen Kapitulation entgehen zu können, war zwar vergebens; abe
 r kaum standen die ersten US-amerikanischen Truppen auf deutschem Boden, da
  boten ihnen frühere Repräsentanten des Regimes schon ihre Mitarbeit an. Mi
 t Erfolg. Denn in den USA wie in Großbritannien dominierte nach dem Sieg üb
 er Hitlerdeutschland das Bemühen, wichtige Vertreter des faschistischen Mil
 itärs, der technischen Intelligenz und der Nazi-Geheimdienste für eine künf
 tige Konfrontation mit der UdSSR zu gewinnen.</p><p>Es referieren:</p><ul><
 li style="text-indent: -20px; padding-left: 20px;">Kurt Baumann (Kassel): "
 Bereits die Ratio des nächsten Krieges." Die Endzeitverbrechen der deutsche
 n Faschisten kurz vor der Befreiung.</li><li style="text-indent: -20px; pad
 ding-left: 20px;">Hermann Kopp (Düsseldorf): Nachkriegsplanungen des NS-Imp
 erialismus.</li><li style="text-indent: -20px; padding-left: 20px;">Jürgen 
 Lloyd (Krefeld): Das Kontinuum. Was ist es, das über den Wechsel der Staats
 formen Bestand hat?</li></ul><p>Die Tageszeitung »junge Welt« hat eine leic
 ht gekürzte Fassung des Referats von Jürgen Lloyd veröffentlicht: <a href="
 https://www.jungewelt.de/artikel/388882.deutscher-imperialismus-geschlossen
 e-heimatfront.html" target="_blank" rel="noopener">Lloyd: Geschlossene Heim
 atfront</a>. </p> <a href="http://mes2.jlloyd.de/veranstaltungen/eventdetai
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