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DESCRIPTION:<p>Referenten: Georges Hallermayer, Jörg Tiedjen, Valentin Zill</p><h6><str
 ong>Valentin Zill</strong> (Redakteur „Unsere Zeit“): <strong><em>Westafrik
 a auf dem Weg in die Unabhängigkeit?</em></strong></h6><p>Nach einer Serie 
 von Putschen machtgieriger Militärs gleitet die ärmste Region der Welt ab i
 n eine Spirale aus Gewalt und Elend – das jedenfalls befürchten bürgerliche
  Medien. Die Übergangsregierungen hingegen behaupten, den alten Traum von d
 er Unabhängigkeit endlich verwirklichen und sich der alten Kolonialmächte e
 in für alle Mal entledigen zu wollen. Mali und Burkina Faso haben westliche
  Militärs nach Hause geschickt. Beide Länder suchen sich neue Partner und s
 tellen die Entwicklung der eigenen Wirtschaft in den Vordergrund. Die neue 
 Militärjunta in Niger schließt sich ihnen an.</p><p>Schaffen Assimi Goïta u
 nd Ibrahim Traoré, was Patrice Lumumba und Thomas Sankara nicht gelang?</p>
 <p>Darüber spricht Valentin Zill, Redakteur bei unsere-zeit.de. Er schreibt
  regelmäßig in Unsere Zeit über Westafrika und hat an der Universität Bayre
 uth Ethnologie, Soziologie und Afrikanistik mit regionalem Schwerpunkt auf 
 das frankophone Westafrika studiert.</p><h6><strong>Jörg Tiedjen</strong> (
 Redakteur „Junge Welt“): <strong><em>Eurafrika. Ein kolonialer Traum </em><
 /strong></h6><p>2012 wurde die EU mit dem Nobelpreis geehrt, da sie und ihr
 e Vorläufer „seit mehr als sechs Jahrzehnten dazu beigetragen haben, Friede
 n und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa voranzubringen“, 
 wie es in der Begründung hieß. Allerdings war die friedliche Vereinigung de
 r Beitrittsstaaten von Anfang an mit einer weiteren, globaleren Perspektive
  verbunden. Das zeigt sich, wenn man in die Römischen Verträge sieht, mit d
 enen 1957 der EU-Vorläufer EWG gegründet wurde. In ihnen werden Kolonien de
 r Mitgliedsländer als „assoziierte Gebiete“ aufgeführt, zu denen „besondere
  wirtschaftliche Beziehungen“ aufzubauen seien, die den „Interessen ihrer E
 inwohner“ zugute kommen sollen. Dazu zählen weite Teile Afrikas.</p><p>Ein 
 Europa, das seine Konflikte begräbt und sich zusammenschließt, um gemeinsam
  Afrika zu „entwickeln“, ein gigantisches Reservoir von Ressourcen – dieser
  koloniale Traum hatte einmal einen Namen: Eurafrika. Diese Wortschöpfung i
 st heute kaum mehr bekannt. Gleichwohl hat die darunter verstandene Politik
  in der Vergangenheit eine tatsächliche Unabhängigkeit zahlreicher früherer
  Kolonien verhindert, wie Stefan Jonsson und Peo Hansen 2016 in dem Buch „E
 urafrica“ herausheben. Auch ist das Konzept nach wie vor wirksam, wie sich 
 angesichts der Suche der Industriestaaten nach herkömmlichen und alternativ
 en Energiequellen sowie seltenen Rohstoffen zeigt, die von der Klima- und d
 er Ukraine-Krise beschleunigt wird.</p><p>Länder wie Marokko, das früh an P
 rojekten wie „Desertec“ teilnahm, müssten jedoch erst einmal für sich selbs
 t eine nachhaltige Infrastruktur aufbauen, bevor sie Elektrizität, Wasserst
 off oder synthetische Brennstoffe für den Export produzieren. Darauf hat im
 mer wieder der algerische Umweltaktivist Hamza Hamouchene zum Beispiel auf 
 der Webseite Middle East Eye hingewiesen. Er betont, dass Vorhaben wie ries
 ige Solaranlagen zumeist ohne Rücksicht auf die Bevölkerung durchgesetzt we
 rden. Nicht zuletzt hält Marokko bis heute große Teile der Westsahara beset
 zt, in der ebenfalls Windparks gebaut werden. Hier stützt die Kooperation B
 rüssels und einzelner EU-Staaten den permanenten Bruch internationalen Rech
 ts.</p><p>Doch mittlerweile eröffnen sich neue Perspektiven. Während sich M
 arokko in einer tiefen Krise befindet, hat Algerien vom Anstieg der Öl- und
  Gaspreise profitiert. Algier hat auch Mitgliedschaft in den BRICS beantrag
 t. Immer mehr afrikanische Staaten wollen nicht mehr so, wie der Westen es 
 will. Die AU gewinnt an Bedeutung. Die Schwierigkeit ist, dass eigene Struk
 turen, wie sie zum Beispiel von der AU aufgebaut werden, noch nicht tragen.
  Ein gutes Beispiel ist die Suche Tunesiens nach einem anderen Weg aus sein
 er Verschuldung als der Aufnahme eines IWF-Kredits. Doch eines ist klar: So
  wie der Name wird auch das neokoloniale Konzept Eurafrika irgendwann versc
 hwinden.</p><h6><strong>Georges Hallermayer</strong> (Historiker, freier Jo
 urnalist): <em>„Der Kampf um Afrika“ oder Afrikas Ziele </em></h6><p>Der ne
 ue Kampf um Afrika“ – eine Equidistanz simulierende, objektiv neutral schei
 nende Position – aber dennoch eine typisch (neo)koloniale Sicht auf den Kon
 tinent, einem Objekt der Begierde wie weiland 1894 in Berlin. </p><p>Doch 2
 013, nur zwei Jahre nach der Zerschlagung des libyischen Entwicklungsmodell
 s und einem Jahr der französischen Militärmission „Barkhane“, beginnt in Af
 rika die Zeitenwende:</p><ul><li>Kontinental - die Afrikanische Union besch
 ließt ein panafrikanisches Entwicklungsprogramm, die „Agenda 2063“</li><li>
 Transkontinental - Südafrika tritt dem Zusammenschluß der großen Schwellenl
 änder Brasilien, Russland, Indien und China zu BRICS bei, einen Weg aus imp
 erialistischere Hegemonie in multipolare Entwicklung, die duale Konfrontati
 on eines neuen Kalten Krieges vermeidend</li></ul><p>Die angestrebte Formul
 ierung einer panafrikanischen Strategie zur Transformation der neokolonial 
 ausgerichteten afrikanischen Wirtschaft von einem dem Weltmarkt ausgeliefer
 ten Rohstofflieferanten zu einem, der seine eigenen Ressourcen weiterverarb
 eitet, wird von den einzelnen Ländern nach ihren Kräften verfolgt </p><p>Di
 ese Ziele hat die VR China mit den im 3jährigen Rhythmus stattfindenden For
 en zur Chinesisch-Afrikanischen Zusammenarbeit (FOCAC) politisch-ökonomisch
  unterstützt und gefördert: von einem 5 Mrd. Kreditrahmen im Jahr 2000 bis 
 zu 60 Mrd. Investitionen in Infrastruktur, Landwirtschaft &amp; Information
 stechnologie im Jahr 2020, bei Zahlungsschwierigkeiten vom Schuldenschnitt 
 zur Restrukturierung der Kredite aktuell.</p><p>Die USA suchen </p><ul><li>
 den Einfluss Chinas medial und wirtschaftlich zu kontern</li><li>gegen Russ
 land die Regierungen über Pressionen im Handel mit AGOA und Krediten (IWF/W
 eltbank) zu positionieren</li><li>die AFRICOM-Militärpräsenz im „Krieg gege
 n den Terror“ auszubauen </li><li>mit Erhöhung privater Direktinvestitionen
  in Sektoren der extraktiven Industrie, Energie und Informationstechnologie
  u.a. die wirtschaftliche Vernachlässigung der letzten Jahrzehnte aufzuhole
 n. </li></ul><h5> </h5><h5>Videoaufzeichnungen der Referate</h5><p><iframe 
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