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Die nächsten bevorstehenden Veranstaltungen: am 12.06.2010 in Jena: Veranstaltung der Marx-Engels-Stiftung und der AMS (Assoziation marxistischer Studierender) zum Thema „Marx 2010. Tendenzen aktueller Marxismus-Beschäftigung” mit Thomas Metscher, Werner Seppmann, Holger Wendt, Erich Hahn, Ulf Brandenburg, Hans-Peter Brenner. Abendveranstaltung am 11.6. mit Robert Steigerwald (mehr Infos) am 19./20.06.2010 in Dortmund: „Die (neue) soziale Frage in Theorie und Praxis linker Bewegungen”- Tagung der MES mit Christoph Butterwegge, Ellen Bareis, Friederike Habermann, Irina Vellay, Wolfgang Richter, Arnold Schölzel, u.a. (mehr Infos). Frühere Veranstaltungen: „Falsche Götter” – Religionskritk als Kapitalismuskritik” – Tagung des Instituts für Theologie und Politik (ITP) und der Marx-Engels-Stiftung mit Prof. Dick Boer (Amsterdam), Kuno Füssel, Michael Ramminger (ITP), Hans Peter Brenner, Robert Steigerwald, Werner Seppmann 29.05.2010 in Münster: Die Beiträge der Tagung werden in den Marxistischen Blättern erscheinen. Konferenz zur Weltwirtschaftskrise und den Möglichkeiten und Aufgaben des Widerstandes Tagung zur Wirtschaftskrise mit Winfried Wolf, Ekkehard Lieberam, Lucas Zeise, Sebastian Gerhard, Arnold Schölzel, Karl-Heinz Roth, Manfred Sohn am 27.03.2010 in Berlin (mehr Infos). Die Referate von Lucas Zeise und Winfried Wolf erschienen in Marxistische Blätter 2-2010. Das Referat von Karl-Heinz Roth in Junge Welt 5.5.2010 und 6.5.2010. Symposium zum 15. Todestag von Wolfgang Harich Symposium der MES und der Jungen Welt mit Erich Hahn, Robert Steigerwald, Klaus Höpke, Siegfried Prokop, Andreas Heyer, Werner Seppmann, David Salomon u.a. am 13.03.2010 in Berlin, Junge Welt Ladengalerie, Torstraße 6 Kampf
um die Geschichte – Zum
Streit um die DDR – Konferenz
der Marx–Engels–Stiftung und der Tagezeitung junge Welt
07.11.2009 in der jW – Ladengalerie Man
könnte meinen nach nunmehr 20 Jahren seien die Argumente
hinsichtlich der Ursachen und der Beurteilung des Verlaufes des
Endes der DDR des ersten sozialistischen Staates auf deutschem
Boden ausgetauscht. Diejenigen die gar nicht erst argumentieren,
sondern als Diener ihrer Herren mit einer Art ideologischem
Trommelfeuer die Lesart der vorläufigen Sieger in die Köpfe der
Menschen bringen wollen, staunen ein wenig ob der geringen
Wirkung, insbesondere bei den Ostdeutschen. Für
die Linke bleibt, trotz der „Verunglimpfung der DDR als
Prävention gegen Kapitalismusfrust“ (Lieberam/Wötzel) die
weitere Untersuchung der Ursachen dieser Niederlage eine
wesentliche Aufgabe. Dabei ist es auch wichtig, herangereifte
gesellschaftliche Widersprüche in der DDR zu anlysieren und die
Phasen der Geschehnisse in der DDR einer genaueren Betrachtung zu
unterziehen. Was den
Charakter der Auseinandersetzungen in der DDR in der Phase August
bis zum 9. November 1989 angeht, gehen auch unter der ostdeutschen
Linken die Meinungen weit auseinander. Sie reichen von der
Bewertung als einer kompletten Konterrevolution bis zur
Einschätzung, dass es sich um eine (friedliche) demokratische
Umwälzung mit revolutionären Zügen gehandelt habe. Letztere
These wird auch von vielen des radikal linken Teil der damaligen
Bürgerbewegung hier insbesondere der VL vertreten. Besondere
Aufmerksamkeit verdient dabei die These von Lieberam/Wötzel, dass
es sich um eine „halbe Revolution gehandelt habe, der eine ganze
Konterrevolution folgte”. In diesem Zusammenhang sind eine Reihe
von Fragen zu erörtern, die auch für einen zukünftigen
Sozialismusversuch von eminenter Bedeutung sind. Dazu gehört die
Frage der Demokratie in Partei und Gesellschaft, die
Eigentumsfrage und die Frage der praktischen Verfügung, der
ökonomischen Entwicklungsrichtung, sowie die Frage des realen
Standes der Produktivkräfte. Die
Konferenz trug den Charakter eines intensiven
Diskussionsaustausches. Denkbar ist, dass sie nach einer gewissen
Zeit mit vertiefenden Beiträgen fortgesetzt wird. Referenten
waren: Ekkehard Lieberam, Robert
Steigerwald, Georg Fülberth, Erich Hahn, Sebastian
Gerhardt Gesprächsleitung:
Arnold Schölzel Schwerpunkte: Die
Endphase der DDR: Revolution und/oder Konterrevolution Zu untersuchen: Reale
Möglichkeiten einer „Wende“ hin zu einem sozialistischen oder
zumindest nichtkapitalistischen Entwicklungspfad im Jahre 1989;
Gesamtgesellschaftliche „revolutionäre Krise“ als Anfang vom
Ende? Die
DDR und die Ursachen ihrer Niederlage Zu berücksichtigen:
Sozialismusversuch unter extrem schwierigen Ausgangsbedingungen;
die Größe der Herausforderung; verschiedene
Geburtsfehler; Zwänge und subjektive Fehler; Ökonomie, Politik
und Demokratie, sozialistisches Eigentum und reale
Verfügungsgewalt; Zeitfenster für eine taugliche Strategie nach
Stalins Tod; Chancenlosigkeit ohne konzertierte Aktion der
sozialistischen Staatengemeinschaft; Subjektiver Faktor –
Widerspiegelung und der Verschleiß an sozialistischen Werten und
Visionen durch die alltägliche gesellschaftliche Praxis Sozialismustheorie nach 70/40 Jahren
Sozialismusversuch Hier
vor allem: Macht- und Klassenfrage, die materiellen
Existenzbedingungen, das ökonomische System des Sozialismus,
sozialistische Demokratie als neuer Demokratietyp, die ökologische
Herausforderung, Rätekonzeption, Parlamentarismus und Staatsfrage. Auszüge aus dem Referat von Ekkehard Lieberam erschienen in der UZ vom 11.12.2009: Link Die EU 2009 - welche Alternative? 10.10.2009 von 11 bis 18 Der Organisationsprozeß der Europäischen Union war von Beginn durch die Interessen des Kapitals geprägt. Mit dem "Lissabon-Vertrag" sollen die bisherigen neoliberalistischen und auf die Ausformung der EU zum "global player" ausgerichteten Orientierungen verfestigt und weiter voran getrieben werden. Bieten sich trotzdem Handlungsspielräume für linke Politik? Welche Voraussetzungen gehören zu der (u.a. von Gewerkschaften und vielen Linken erhobenen) Forderung nach einem "sozialen Europa"? Wie kann der Weg zu einem "sozialistischen Europa " geöffnet werden? Referenten: Andreas Wehr, Patrik Köbele, Georg Polikeit, Beate Landefeld Referate siehe unter Debatte Ort: Marx-Engels-Stiftung, Gathe 55, Wuppertal Die Krise kommt, der Kapitalismus geht? Sommerschule des Bildungsvereins der KPÖ Steiermark und der Marx-Engels-Stiftung 17.-21.8.2009 in Radegund/Graz, Österreich Die diesjährige Sommerschule befasste sich mit der Analyse der aktuellen Wirtschaftskrise. Ebenso wurde erörtert, welche Handlungsalternativen sich für die ArbeiterInnen und ihre Organisationen anbieten. Und wie eine wirkliche gesellschaftliche Alternative jenseits von Neoliberalismus und Imperialismus aussehen kann. Schriftlich vorliegende Referate veröffentlichen wir in der Rubrik „Krisendiskussion” auf unserer Seite Debatte Referenten: Ekkehard Lieberam, Werner Murgg, Wolfgang Purtscheller, Werner Seppmann, Lucas Zeise Kapitalismus, Krise und Gegenwehr Tagung der Marx-Engels-Stiftung am 6. Juni von 11 – 18 Uhr in der Ladengalerie der jungen Welt, Torstr. 6, Berlin Referenten: L. Zeise, E. Lieberam, Th. Kuczynski, R. Steigerwald, W. Seppmann, R. Kumpf u.a. Die anfänglich als Finanzkrise verharmloste neue Weltwirtschaftskrise bildet den vorläufigen Höhepunkt einer kapitalistischen Entwicklungsphase, die durch eine Steigerung der Kapitalprofitabilität, der Intensivierung der Ausbeutung und eine daraus resultierende systematischen Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben gekennzeichnet war. Für die Lohnabhängigen hat die aktuelle Krise also schon eine längere „Vorgeschichte“. Sie kann als Zwischenstation eines forcierten Konfrontationskurses des Kapitals gegen die Arbeiterklasse in den letzten drei Jahrzehnten begriffen werden, der sich nun noch einmal zu verstärken scheint. Durch den Krisendruck wird versucht, die Lohnabhängigen noch weiter in die Defensive zu drängen und ihnen weitere „Zugeständnisse“ abzupressen. Fraglich ist dennoch, wie lange es dem Kapital noch möglich sein wird, ohne auf Widerstand zu stoßen, die elementaren Lebensinteressen großer Bevölkerungsteile in Frage zu stellen. Die Entwicklungen in den verschiedenen Ländern sind höchst unterschiedlich. Während in Frankreich der Protest militante Züge angenommen hat, herrscht in Deutschland noch immer politische Friedhofsruhe. Gibt es trotzdem Chancen der Gegenwehr? Immerhin lehrt die historische Erfahrung, dass Widerstand sich oft nur phasenverschoben entwickelt. Und Tatsache ist auch, dass die Krise die Lohnabhängigen einschüchtert, jedoch sich auch beträchtliche Wut aufgestaut hat. Ohne profilierten Widerstand jedenfalls dürfte die Entwicklung zu einer Armuts- und Bedürftigkeitsgesellschaft sich verstärken, die in den letzten Jahren immer deutlichere Konturen angenommen hat. Für die Verfestigung dieser Tendenzen scheint es fast gleichgültig zu sein, welche Antworten von den Eliten der Metropolenländer auf den neoliberalen, finanzgetriebenen Kapitalismus gefunden werden: Die Zeche werden ohne Gegenwehr – und zwar langfristig – die lohnabhängigen Bevölkerungsmehrheiten zu zahlen haben. Referate: Lucas
Zeise: Die Besonderheit der aktuellen Krise E.
Lieberam: Krise und Widerstand Werner
Seppmann: Eine neue Entwicklungsphase des Kapitalismus? Thomas
Kuczynski: Krise und Politik in historischer Sicht R.
Steigerwald: Kapitalismus als Ideologie (Hayek und Co) F. Kumpf: Die Finanzkrise und Marx
Round-Table Konferenz mit chinesischen WissenschaftlerInnen 21./22.3.2009 in Berlin, Ladengalerie der Jungen Welt, Torstr. 6; mit WissenschaftlerInnen des Instituts für Parteigeschichte beim ZK der KP Chinas sowie auf der deutschen Seite u.a. Erich Hahn, Robert Steigerwald, Ekkehard Lieberam, Andreas Wehr, Klaus Blessing Mitgliederversammlung der Marx-Engels-Stiftung 2009 am 7. Februar 2009 im Marx-Engels-Zentrum in Wuppertal, Gathe 55, Beginn: 11 Uhr Beiträge zur Krisendiskussion unter: Debatte
Projekt Klassenanalyse@BRD im Rahmen der Marx-Engels-Stiftung Strukturwandel der Arbeiterklasse Samstag, den 29. November 2008 11 – 18 Uhr Ort: Hoffnungstr. 18, 45127 Essen Mit Referaten von Ekkehard Lieberam, Jörg Miehe und Werner Seppmann Die Arbeiterklasse war in den letzten Jahrzehnten tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Ihre industriellen „Kerne“ sind „abgeschmolzen“ und die Beschäftigungsstruktur hat sich vielfältig aufgegliedert. Fast 90 Prozent der Berufstätigen sind abhängig beschäftigt. Jedoch geht die Verallgemeinerung der Lohnarbeit mit einer Differenzierung, ja man muß sogar sagen Aufsplitterung ihrer Erscheinungsformen einher. „Dienstleistungen“ haben an Bedeutung zugenommen, haben sie aber die Bereiche materieller Produktion von ihrem zentralen Platz verdrängt? Das Gesamtbild des Gegenwartskapitalismus ist widersprüchlich: Hochtechnologische Bereiche der Arbeitswelt breiten sich ebenso schnell aus, wie prekäre Beschäftigung. Es nehmen die qualifizierten Tätigkeitbereiche ebenso zu wie die Zahl der Arbeitsplätze mit denen der Lebensunterhalt nicht mehr bestritten werden kann. Der „Wohlfahrtstaat“ entwickelt sich zu einer „Bedürftigkeitsgesellschaft", in der Reichtum und Armut immer weiter auseinander klaffen, aber auch Trennungslinien innerhalb der Lohnabhängigenklasse verlaufen. Die Klassenanalyse in verändernder Perspektive ist deshalb mit der Frage konfrontiert, wie auf der Grundlage dieser Spaltung sich ein Bewußtsein gemeinsamer Interessen entwickeln kann, wie aus dem objektiven Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit die Widerstandsbereitschaft der Lohnabhängigen sich entwickeln kann.
Siehe auch unter: Debatte
Projekt
Klassenanalyse@BRD im Rahmen der Marx-Engels-Stiftung Nachbarschaftshaus
Gostenhof, Die Bundesrepublik ist im internationalen Maßstab immer noch eine "Wohlstandsgesellschaft". Der gesellschaftliche Reichtum wird jedoch immer ungleicher verteilt. Die Zahl der Millionäre wächst ebenso, wie die Zahl der Bedürftigen. In einer wohlhabenden Stadt wie München nehmen wöchentlich 16.000 Menschen die kostenlosen Lebensmittel von Selbsthilfeorganisationen und die Angebote von Suppenküchen in Anspruch. 18 Prozent der bundesrepublikanischen Familien leben unter der statistischen Armutsgrenze - mit weiterhin steigender Tendenz. Der Bevölkerungsanteil der in akuter Unsicherheit lebt und jederzeit in die Armut abrutschen kann, ist noch einmal so groß. War noch vor wenigen Jahren Bedürftigkeit ein zeitlich begrenztes Zwischenstadium, verfestigen sich gegenwärtig die Armutslagen: Wer einmal sozial abgerutscht ist, hat es immer schwerer, wieder "auf die Beine" zu kommen. Diese Zustände sind die Konsequenz eines im Zeichen des Neoliberalismus geführten Kampfes gegen die in den letzten Jahrzehnten gewerkschaftlich erkämpften sozialen Errungenschaften. Handelt es sich bei diesen Entwicklungen um eine vorübergehende Erscheinung, oder um den Ausdruck eines grundlegenden gesellschaftlichen Wandels? Mit diesen Fragen wollen sich Ekkehard Lieberam, Leo Mayer, Wolfgang Richter, Werner Seppmann und Irina Vellay beschäftigen. Link zum Bericht über diese Veranstaltung in der UZ vom 7.11.2008
Die Stadt als Raum für Klassenkämpfe Vom Sozialstaat über die Arbeitspflicht zum Krieg in der Stadt - wie aber zur nicht-kapitalistischen Stadt? Auftakt einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe "Stadtentwicklung im Neoliberalismus" der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW und der Marx-Engels-Stiftung Wuppertal Sa./So. 17./18. Mai 2008 in Dortmund, Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund, Max-Ophüls-Platz 2 Die Referate dieser Konferenz sind in den Marxistischen Blättern 5-2008 erschienen.
China im Aufbruch - wohin? 12./13. April 2008 in Marburg, Universität, Turm C Raum 916 Wilhelm-Röpke-Straße 6 Nicht erst die jüngsten Unruhen in Tibet – deren „Timing“, wenige Monate vor den Olympischen Spielen in Peking, kaum Zufall sein dürfte –, verleihen der Frage nach den Perspektiven des Landes, in dem über ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt, höchste Aktualität. In den letzten Jahrzehnten hat China einen stürmischen ökonomischen Aufschwung genommen. In China produzierte Waren sind auf allen Märkten der Welt präsent; gleichzeitig macht die insgesamt gestiegene Kaufkraft der chinesischen Bevölkerung China zu einem der interessantesten Absatzmärkte für die Exportindustrie der kapitalistischen Metropolen. Aber Wirtschaftswachstum und sozialer Fortschritt gehen, wie wir aus eigener Erfahrung wissen, nicht unbedingt Hand in Hand. Was in letzter Zeit etwa über brutale Arbeitsbedingungen in chinesischen Ziegeleien und Bergwerken, über dramatische Umweltschäden im „Land der Mitte“ zu lesen war – sind das von der westlichen Propaganda hochgespielte Einzelfälle, oder ist das symptomatisch für die soziale Schieflage einer ganzen Gesellschaft? Wohin geht die von einer kommunistischen Partei regierte Volksrepublik China? Zur Beantwortung dieser Frage soll diese Tagung beitragen. Die ReferentInnen und ihre Themen: Manfred Szameitat, Frankfurt a.M.: Besonderheiten des chinesischen Kapitalismus Prof. Dr. Helmut Peters, Berlin: VR China: 30 Jahre Reform- und Öffnungspolitik Prof. Dr. Theodor Bergmann, Stuttgart: Vergleich der Entwicklungsstrategien China – Indien Dr. Matin Baraki, Marburg: Die Afghanistanpolitik der VR China Ulrike Eifler, M.A., Marburg: Klassenkämpfe in China Rolf Berthold (ehem.
Botschafter der DDR in der VR China), Berlin: Ergebnisse des 17.
Parteitags der KP Chinas Prof. Dr. Manfred Lauermann, Hannover: Kulturrevolution nach 40 Jahren: Gibt es Kontinuitäten? Die Referate dieser Konferenz erschienen redaktionell überarbeitet in den Marxistischen Blättern 4-2008
Rätedemokratie: aktuell oder überholt? Konferenz zum 90. Jahrestag von
Lenins 13. Oktober 2007 Die Konferenz wird sich mit der Staats- und Demokratiefrage in der Gegenwart, vor allem mit Blick auf einen zukünftigen Sozialismus beschäftigen. Gemäß der auf der 2. Marxismuskonferenz vom April 2007 (in deren Tradition sich diese Konferenz sieht) mehrfach erhobenen Forderung, nicht bloß zum Fenster hinaus zur eigenen Position zu reden, sondern in solidarischen Streitgesprächen Argumente auszutauschen, Differenzen deutlich zu machen und konzeptionelle Gemeinsamkeiten auszuloten, sollen alle Varianten der marxistisch orientierten Staatstheorie vertreten sein: Vertreter der realsozialistischen Erfahrungen, der antibürokratischen Kritik dieses „real existierenden Sozialismus”, anarchistisch beeinflusster und reformsozialistischer Staatsauffassungen. Ausgangs- und Bezugspunkt der Konferenzdebatten ist Lenins Arbeit „Staat und Revolution”, geschrieben zwischen Juni und September 1917, unmittelbar am Vorabend der russischen Oktoberrevolution. Unter der Fahne des dort propagierten Konzepts des Kommunestaates von Marx und Engels - der Selbstregierung des Volkes und eines Staates ohne Armee, Polizei und Beamtenapparat - fand die Oktoberrevolution statt. Im März 1918 wurde dieses Konzept auf dem Siebten Parteitag der KPR (B) bereits nicht unwesentlich korrigiert. Unter der Selbstherrschaft Stalins hatte es keine Chance mehr. Dennoch blieb dieses Konzept, sowohl in den Ländern des Realsozialismus als auch im „westlichen Marxismus”, immer ein Bezugspunkt in der Debatte um einen neuen Typus sozialistischer Demokratie. In einem Podiumsgespräch und in drei Workshops soll vor allem zu drei Fragen diskutiert werden:
mit: Uwe-Jens Heuer, Manuel Kellner, Ekkehard Lieberam, Robert Steigerwald, Thomas Wagner und Ingo Wagner Manuel Kellner, Robert
Steigerwald: Helmut Steiner: Ekkehard Lieberam, Thomas Wagner, N.N.:
Veranstalter: Marx-Engels-Stiftung e.
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